
D 2010, Regie, Kamera & Schnitt: Wilhelm Rösing, 96 Min., OmU
Drei Frauen aus Sankt Petersburg erzählen ihre tragische Geschichte zu Zeiten des stalinistischen Terrors. Jewdokia Alexandrowna, Tamara Alfredowna und Natalia Michailowna erlebten, wie ihre Väter – ein Künstler, ein Pope und ein hoher Angestellter in einem Ministerium – aus zum Teil absurden Gründen umgebracht wurden. Damit wurden auch die noch sehr jungen Töchter ihrer Zukunft beraubt und jahrelangen Repressionen ausgesetzt.
Der Film verbindet die Erinnerungen der drei Frauen zu einer gemeinsamen Erzählung. Er zeigt, wie die drei – stellvertretend für viele russische Menschen – aus ihrer Kultur und speziell der aus Literatur innere Freiheit und Kraft zum Überleben schöpften.
Josua Rösing, der Sohn des Bremer Filmemachers Wilhelm Rösing, lernte die drei Frauen in St. Petersburg kennen und führte die Gespräche mit diesen sehr lebendigen, ausdrucksstarken Persönlichkeiten.
FR 3.9. | 20:30 ◊ mit Filmemacher und Mitwirkenden •• SA 4.9. | 18:00

USA/F 2007, Regie: Gus Van Sant, nach dem Roman
von Blake Nelson, mit Gabe Nevins, Daniel Liu,
Scott Green Jr., 85 Min., OmU
Im Eastside Skateboard Park unter einer der Brücken von Portland, Oregon, treffen sich die Kids, um die sich niemand kümmert, Scheidungskinder und Randalierer lassen hier ihren Frust raus. Auch der stille Alex hängt dort mit seinem Skateboard herum, beobachtet die Menschen und denkt über seine Freundin Jennifer und die Scheidung seiner Eltern nach. Als er sich eines Abends zum train hopping anstiften lässt, passiert durch Alex’ Schuld ein schrecklicher Unfall.
Van Sant inszeniert seine bei MySpace gecasteten Laiendarsteller in traumhaften Bildern von Meister-Kameramann Christopher Doyle, unterlegt mit einer Soundcollage aus Popsongs, Beethoven und Werken des Fellini-Komponisten Nino Rota. Es gehe ihm nicht um Schuld, sondern um das Erforschen einer Welt ohne Erwachsene, die von Angst und Orientierungslosigkeit dominiert wird, so die Berliner Morgenpost.
DO 2.9. + SA 4.9. + SO 5.9. | 20:30 •• SO 5.9. | 18:00

D 2008, Regie: Mike Maurus & Thomas Bodenstein,
Animation, 68 Min., ab 6 Jahre,
FBW-Prädikat: »wertvoll«
Eines Nachts plumpst der Mond auf die Erde – direkt vor die Füße des Mondbären. Glücklich nimmt der den Himmelskörper mit nach Hause. Doch das finden die anderen Tiere gar nicht lustig, denn der Wald ist nun stockdunkel. Gemeinsam versuchen Dachs, Hase, Marienkäfer und all die anderen Tiere den Mondbär zu überzeugen: Der Mond ist für alle da!
SA 4.9. + SO 5.9. | 16:00
Hier

